Und hinein in die Selbstständigkeit

Hallo Selbstständigkeit, hier bin ich!

Hej!

Ich bin Stefanie und schreibe diesen Blog.
Mein erster Beitrag handelt vom Anfang. Schließlich fängt es ja eigentlich immer mit einem Anfang an. Der Anfang hat sich bei mir ganz schön in die Länge gezogen. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis ich den Schritt in die Selbstständigkeit tatsächlich getan habe. Ich möchte hier über die verschiedenen Vorstufen, Schwierigkeiten und wunderbaren Momente erzählen, die dieses halbe Jahr mit sich brachte. Doch ein Blogpost wird nicht dafür reichen. Ich werde die Themen auf mehrere Posts verteilen müssen.

 

Über folgende Themen möchte ich berichten:

 

Eine kleine emotionale Achterbahnfahrt

In diesem Teil soll es um die emotionale Achterbahnfahrt gehen. Eigentlich übertreibe ich ein bisschen, aber eine Berg- und Talfahrt war es allemal. Es ist ja doch ein großer Schritt, vor allem wenn Freunde und Familie nicht selbstständig sind und keiner um einen herum mit dieser Idee wirklich etwas anfangen kann. Ich habe Glück und kann mir der Unterstützung von Familie, Freunden und meinem Freund sicher sein.

Es ist wie die Erste in der Familie zu sein, die studiert. Auch das ist nicht einfach. Alles ist neu, aufregend und da sind die gut gemeinten Ratschläge, vielleicht doch lieber etwas Vernünftiges zu machen, irgendwie fehl am Platz. Es kann einem eventuell die Motivation, den Spaß an dem Neuen und den Fahrtwind nehmen. Ich möchte deshalb mit diesem Post Mut machen, den Schritt trotzdem zu wagen. Damit auch dieser Beitrag nicht zu lang wird, habe ich zwei Dinge rausgegriffen, die mir den Blick von den Bergspitzen aus und das nötige Durchhaltevermögen ermöglicht haben.

 

Gruppen geben Halt.

Ich habe eher durch Zufall an einer Coachingreihe zur Existenzgründung teilgenommen und kann es wirklich nur empfehlen. Hier in Bremen bietet belladonna zweimal im Jahr für Existenzgründerinnen eine Coachingreihe an, die Frauen dabei unterstützt, ihre Gründung voranzubringen. Zunächst habe ich mit dem Starthaus Bremen Kontakt wegen des Gründungszuschusses aufgenommen. Die Beraterin vom Starthaus hat mir dann die Coachingreihe von belladonna vorgeschlagen. Zu meinem Glück habe ich noch einen der letzten Plätze ergattert. In Covid-19-Zeiten war es natürlich auch ein Highlight, mit neun anderen Frauen und einer hoch motivierten Dozentin in einer ehrwürdigen Villa den Weg in die Selbstständigkeit einzuläuten. Das Programm, welches belladonna auf die Beine stellt, kann ich echt empfehlen. Die Unterstützung der anderen Frauen und der Dozentinnen, die einen immer wieder aufs Neue motiviert haben, war unglaublich hilfreich. Da wir alle gemeinsam den Schritt vor uns hatten bzw. gerade erst ins Neue gewagt hatten oder wagen wollten, konnten wir nur zu gut nachvollziehen, wie sehr die gegenseitige Wertschätzung und das Verständnis für Gedanken und Sorgen guttaten und uns bestärkten. Zudem hat das belladonna-Team uns die Coachingreihe im wahrsten Sinne des Wortes versüßt, nicht nur mit Snacks, sondern auch mit ihrem Engagement. Mit Dankbarkeit blicke ich auf diese Stunden und Momente zurück.

 

Ziele setzen und visualisieren.

Doch zwischendurch kamen immer wieder dunkle Zweifelwolken auf, die mit ihrem Gewitter mir Angst einzujagen versuchten. Glücklicherweise waren es aber nur Schauer. Zu einem ist der Austausch in solchen Situationen hilfreich, zum anderen habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, Ziele vor Augen zu haben. Ich habe meine persönlichen Ziele, warum ich mich selbstständig machen wollte, auf einem Moodboard festgehalten. Ein Moodboard kannst du dir auf ganz unterschiedliche Weise selbst erstellen. Ich habe meins am Laptop mit Canva, einer Online-Design-Plattform, zusammengestellt. Das Schöne an einem Moodboard ist, dass du deine Ziele visualisierst. Das heißt, du schreibst deine Ziele nicht nur einfach auf, sondern ergänzt sie mit Fotos, Formen, Farben, Grafiken oder was dir sonst noch so einfällt. Dein Moodboard kannst du dir dann immer wieder ansehen und du hast so deine Ziele als Bild vor Augen. Dein Körper nimmt die visuell dargestellten Ziele viel besser auf als Wörter, die auf einem Blatt Papier stehen. Es heißt ja, dass ein Bild mehr als tausend Wörter sagt. Ein weiterer Pluspunkt an einem Moodboard ist, dass du dich durch die Erstellung intensiver mit deinen Zielen auseinandersetzt. Probiere es doch einfach mal aus.

Die beiden Tipps hier noch einmal für dich:

  1. Sucht euch Menschen, die euch Mut machen und euch unterstützen, in dem was ihr macht. Sucht euch am besten eine Gruppe von Gleichgesinnten. Also anderen Selbstständigen. Sie müssen nicht unbedingt genau dasselbe wie ihr machen. Aber es ist von Vorteil, wenn sie auch selbstständig sind. Und es könnte sogar hilfreich sein, wenn die anderen Selbstständigen aus anderen Fachbereichen kommen. Vielleicht könnt ihr so voneinander profitieren.
  2. Ziele festmachen und visualisieren. (Ich plane auch noch einen separaten Beitrag darüber, wie ein Moodboard erstellt werden kann.)

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir gefallen. Die anderen Beiträge, mehr Mutmacher und Tipps, wie man das eigene Ziel nicht aus den Augen verliert, werden sehr bald folgen.

Bis dahin herzliche Grüße,

Stefanie

© 2022 Stefanie Jahn